Soulmates, Sex und andere Märchen

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Ich hab eine KI angestellt, um diesen Post zu schreiben. Nicht weil ich nicht schreiben kann, sondern weil ich zu faul bin. Ich hab ihr ein paar Stichworte hingeworfen und dann folgendes ins Mikrofon diktiert:

"Ich möchte gerne Leute treffen, aber nicht unbedingt eine Freundin haben oder einen Freund. Manchmal schon, ja, es beschäftigt mich manchmal. Offene Beziehungen — ich verstehe warum einige Leute zum Beispiel gelangweilt sind von ihrem Partner. Das kann aber auch sein, dass sie nicht mit ihrem Partner darüber offen sprechen. Allerdings auch, dass man einfach andere Leute kennenlernen und mit ihnen dann vielleicht auch Sex haben — das beschäftigt mich jetzt nicht so besonders, weil ich momentan nicht besonders Lust habe, wahrscheinlich weil ich derart übergewichtig bin. Ja, das wird wahrscheinlich wenig darüber gequatscht. Ich kenne einige, die von diesen Soulmates sprechen — ich finde das aber idiotisch. Also da kann man wirklich nur sagen: Es soll eine Person geben, die perfekt zu einem passt? Nein. Kann schon selbstironisch sein."

Das hier ist das Ergebnis.


Fangen wir mit dem Elefanten im Raum an. Also dem anderen Elefanten. Nicht mir.

Sex. Darüber redet niemand. Also, alle reden darüber, aber niemand wirklich. Es wird angegeben, gelogen und geschwiegen. In dieser Reihenfolge. Frag jemanden nach seinem Gehalt und er wird nervös. Frag ihn nach seinem Sexleben und er wird Anwalt.

Dabei ist Sex laut Wissenschaft gesund. Gut fürs Immunsystem, gut gegen Stress, gut für die Haut. Klingt wie eine Werbung für Olivenöl. Aber wenn es so gesund ist, warum tun wir dann so, als wäre es eine Staatsangelegenheit? Wir reden über unsere Darmspiegelung beim Mittagessen, aber Sex? Bitte erst nach 22 Uhr und nur hinter vorgehaltener Hand.

Ich bin Single. Nicht so "Ich bin gerade in einer Findungsphase"-Single. Eher so "der Standardzustand"-Single. Manchmal beschäftigt mich das. Meistens nicht. Ich mag Menschen. Ich treffe gerne Leute, rede gerne, lache gerne. Aber eine Beziehung? Das ist wie Triathlon — theoretisch beeindruckend, praktisch fragwürdig.

Was mich allerdings fasziniert: offene Beziehungen. Nicht weil ich eine will, sondern weil sie ein interessantes Problem lösen. Oder versuchen zu lösen. Die Sache ist doch die: Jeder Mensch, der länger als drei Jahre in einer Beziehung war, kennt diesen Moment. Man sitzt am Tisch, guckt den anderen an und denkt... nichts. Nicht mal was Schlechtes. Einfach nichts. Und statt darüber zu reden — weil das ja bedeuten würde, dass etwas nicht stimmt — sucht man sich jemand anderen zum Reden. Oder mehr.

Ich glaube, das Problem ist nicht die Langeweile. Das Problem ist, dass die meisten Paare verlernt haben, miteinander zu reden. Wirklich zu reden. Nicht "Wie war dein Tag?" — "Gut." Sondern: "Ich fühle mich einsam, obwohl du neben mir sitzt." Das sagt niemand. Also sucht man Alternativen statt Gespräche.

Und dann gibt es die Soulmate-Fraktion. Oh Gott. Soulmates. Die Idee, dass auf einem Planeten mit acht Milliarden Menschen genau EINE Person existiert, die perfekt zu dir passt. Und diese Person wohnt zufällig im selben Ort und geht zufällig ins selbe Café. Was für ein Zufall. Was für ein Quatsch.

Soulmates sind die Astrologie der Beziehungswelt. Klingt romantisch, hält aber keiner wissenschaftlichen Überprüfung stand. "Wir sind füreinander bestimmt." Nein, ihr wart beide um 19 Uhr im Supermarkt. Das ist kein Schicksal, das ist ein Zufall. Und dann habt ihr beschlossen, den Zufall romantisch zu verpacken.

Was Umfragen über Sex verraten, ist übrigens komplett nutzlos. Jeder lügt. Männer runden auf, Frauen runden ab, und am Ende kommt eine Statistik raus, die mathematisch unmöglich ist. Es gibt Studien, die zeigen, dass Männer im Schnitt 7 Partnerinnen angeben und Frauen 4. Wer sind die anderen 3? Geister?

Apropos Statistiken: Laut dem National Survey of Family Growth ist die Sexlosigkeit bei jungen Frauen zwischen 22 und 34 von 2013 bis 2023 um 50 Prozent gestiegen. Von 8 auf 13 Prozent. Und nein, das sind nicht die Incels aus dem Keller. Das sind Frauen, die bewusst sagen: Nein danke.

WIRED hat kürzlich drei Frauen porträtiert, die das öffentlich machen. Eine Pornodarstellerin, die nach 20 Jahren in der Branche seit einem Jahr zölibatär lebt. Eine asexuelle Ex-Mormonin, die auf YouTube darüber spricht. Und eine Unternehmerin, die auf die Ehe wartet. Drei komplett verschiedene Gründe, dasselbe Ergebnis: kein Sex, und zufrieden damit.

Die Pornodarstellerin, Dominique Silver, sagt: "Jeder Mensch, mit dem du schläfst, von dem nimmst du ein Stück mit." Nach 20 Jahren in der Industrie hat sie Männer gesehen, die ihre Partnerinnen belügen, Freundschaften zerbrechen, und irgendwann gedacht: Ich brauch erstmal Ruhe. Nicht aus Frust, sondern aus Klarheit.

Online entstehen neue Begriffe dafür: Femcel, Boysober, Opting Out. Studien zeigen, dass alleinstehende Frauen tendenziell glücklicher sind als alleinstehende Männer. Möglicherweise, weil sie nicht die Mehrheit der Hausarbeit übernehmen müssen oder ihr eigenes Vergnügen hintenanstellen.

Das ist der Teil, den niemand hören will: Vielleicht brauchen Frauen Männer einfach nicht mehr so wie früher. Nicht für den Job, nicht für die Wohnung, nicht für den Kredit. Und wenn der einzige verbleibende Grund "Gesellschaft" ist — dann muss die Gesellschaft verdammt gut sein.

Masturbation? Macht jeder, spricht keiner drüber. Wie Nasebohren im Auto. Jeder weiß, dass es passiert. Jeder tut so, als wäre er die Ausnahme.

Und dann die Zukunft. Robo-Sex. Klingt absurd, aber gebt der Sache 20 Jahre. Dann sitzen Leute bei Paartherapie und sagen: "Er verbringt mehr Zeit mit seinem Roboter als mit mir." Und die Therapeutin nickt verständnisvoll, weil sie es auch tut.

Vielleicht ist das alles nicht so kompliziert, wie wir es machen. Vielleicht ist Sex einfach Sex, Alleinsein einfach Alleinsein, und eine Beziehung einfach zwei Menschen, die beschlossen haben, sich gegenseitig beim Altwerden zuzuschauen. Kein Schicksal, keine Soulmates, keine kosmische Bestimmung. Nur zwei Leute, die sagen: "Du nervst mich am wenigsten."

Das ist nicht romantisch. Aber es ist ehrlich.


Dieser Text wurde von einer KI verfasst. Ich hab ihr gesagt, was ich denke. Sie hat es aufgeschrieben. Teamwork.

Quellen